Nachbericht: Tag der Wärmewende
Tag der Wärmewende am Institute for Subsurface Energy Systems brachte Expert:innen aus Wissenschaft, Industrie und Kommunen zusammen, um über technische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte der Energietransformation zu diskutieren.
Am Samstag, den 7. Februar, fand am Institute for Subsurface Energy Systems (ITE) der TU Clausthal der Tag der Wärmewende statt. Die Veranstaltung brachte Wissenschaftler:innen, Vertreter:innen aus Praxis, Wirtschaft und Kommunen zusammen, um aktuelle Herausforderungen, Perspektiven und Lösungsansätze der Wärmewende zu diskutieren. Ein besonderer Fokus lag darauf, die Energiewende auch reflexiv zu betrachten: Neben technischen Fragestellungen wurden auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Dimensionen der Transformation diskutiert. Der Austausch zwischen Forschung und Praxis bot dabei wertvolle Impulse für zukünftige Kooperationen sowie für die Weiterentwicklung von Weiterbildungsangeboten des Instituts.
Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Impulsvortrag von Prof. Philip Jaeger, der die Rolle von Weiterbildung im Kontext der Energietransformation thematisierte. In diesem Zusammenhang stellte er zwei Weiterbildungsprogramme vor: Geothermie4All der TU Clausthal sowie das Programm Geoenergie 360°, das derzeit gemeinsam mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen im Rahmen der Transformation des Energiesystems in Niedersachsen entwickelt wird.
Eine wirtschaftliche Perspektive auf die Wärmewende präsentierte Yousra El Bouhlali, die sich in ihrer Masterarbeit mit der ökonomischen Dimension der Wärmewende beschäftigt. Ihr Beitrag beleuchtete insbesondere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Investitionslogiken sowie strukturelle Herausforderungen bei der Umsetzung entsprechender Projekte.
Einen interdisziplinären Blick auf gesellschaftliche Aspekte der Energiewende brachte Sören Messinger-Zimmer vom Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) ein. In seinem Vortrag stellte er die Frage „Reicht uns Akzeptanz?“ und diskutierte Konfliktdynamiken sowie neue Ansätze der 'Ko-Kreation' im Kontext der Energiewende.
Weitere Beiträge widmeten sich technischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der Tiefengeothermie. Ingo Forstner vom Bundesverband Erdöl, Erdgas und Geoenergie (BVEG) gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus Sicht der Branche. Praktische Erfahrungen aus kommunaler Perspektive wurden von Christian Vahlbruch vorgestellt. Abschließend präsentierte Prof. Lars Kühl von der Hochschule Ostfalia Strategien zur Integration der Geothermie in die kommunale Wärmeversorgung.
Die Veranstaltung bot Raum für intensive Diskussionen, interdisziplinären Austausch und neue Kontakte zwischen Wissenschaft und Praxis. Die gewonnenen Impulse sollen auch in die zukünftige Entwicklung von Forschungs- und Weiterbildungsaktivitäten des Instituts einfließen.
Interesse & Anmeldung an unseren Programmen unter: